Mit ‘Küche’ getaggte Artikel

Was koch ich morgen? Linsengemüse mit Kartoffel-Semeda

Sonntag, 19. Oktober 2014

Diese uralte Frage, rhetorisch wohlgemerkt, stellt sich jeder von uns – mal mehr mal weniger. Und da habe ich eben in meiner online Fränkische Rezepte Mappe mal nachgeschaut und das gefunden.

Linsengemüse mit Kartoffel-Semeda

* Drei Kartoffeln schälen, kochen, danach durch die Kartoffelpresse drücken. Zwei Prisen Salz darüber.

* Mit Mehl bestäuben, dann aufschütteln und lockern, in einer heißen Pfanne mit Fett anbacken.

* 125 bis 175 Gramm Linsen eventuell mit etwas feinem Speck oder Bauchfleisch kochen, mit einer Messerspitze Natron und Suppenpulver würzen, danach Salz dazu, Pfeffer, Muskatnus, Zwiebeln und einen Schuss Essig. Mit etwas Mehl andicken.

* Zwei Pfefferbeißer in den Linsen heiß machen (wahlweise zwei Polnische oder Bauchfleisch).

Quelle: Gastwirtschaft Almrösl in Schweinfurt

Des Word Kardoffel Semeda hab ich noch nie köhrd (komm aus Unnerfrangen). Nur zur Erinnerung – ich bin fei scho‘ dreissich Joar weck aus Frangen. Des Semeda iss dann so wie oahgebradener lockerer Kartoffelbrei. Des hörd sich gud oah.

Das folgende Buch wurde mir wärmestens von einer Freundin aus Franken empfohlen.

Good Beer Area oder wifi in Franken

Dienstag, 02. April 2013

Wir waren am Ostersamstag in einer unterfränkischen Ortschaft von 636 Anwohnern. Dort waren wir in einer Brauerei zum Abendessen und noch mehr.

Als ich meinen Geschwistern ein paar Bilder auf dem iPad zeigen wollte, kam zwischendurch auch mal e-mail hoch mit diesem wifi Zugang. Witzig war der Moment!

Englisch wifi in Franken

Und es ist wirklich die Good Beer Area. Die Brauerei Martin hat, meiner Meinung nach, das beste Bier in der ganzen Gegend.

Wirsing hausgemacht

Sonntag, 14. Oktober 2012

Mein Mann plagte mich seit einiger Zeit einmal hausgemachten Wirsing zu machen. Dann kam der Riesenschritt mit dem ersten Kauf eines Wirsings.

Als nächstes habe ich die elende Verwandschaft in Franken angeschrieben um ein gutes Rezept zu bekommen. OK, ich hätte auch die Internet Suchmaschine benutzen können, aber das wollte ich diesmal nicht. Crowdsourcing macht mehr Spaß.

Anleitung:

* Wirsching (so stand es geschrieben!) putzen und waschen

* in kochendes Wasser und 1/2 Teelöffel Natrium

* 30 Minuten kochen ohne Deckel

* abseihen und durch Fleischwolf, oder mit Pürierstab

* Mehlschwitze machen und mit Wasser aufgießen
* Wirsching rein und mit Brühe aufgießen

* mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken

 

 

Rezept für Bohnenkern mit Hefeklössen

Donnerstag, 05. Januar 2012

Vor etlichen Jahren (über zwanzig sind es schon her) hatte ich bei der Mutter einer Freundin in Schweinfurt Bohnenkern‘ mit Hefeklössen gegessen. Das Gericht war unvergesslich!

Seit drei Jahren warte ich auf das Rezept der Freundin, die sich gleich nach dem Bohnenkern Essen aus dem Staub gemacht hat und seitdem in Kalifornien wohnt.

Am letzten Wochenende drückte mir meine Nichte einen Zeitungsartikel des Schweinfurter Tagblatts vom 06. Dezember 2011 in die Hand. In dem Artikel Wenn die Schöpfkelle von Hand zu Hand geht ging es um das fränkische Wirtshaus Madenhäusle im Üchtelhausener Ortsteil Madenhausen (wir kommen der Sache schon näher…)

Es war ein sehr schöner Bericht über die Speisekarte, die Inneneinrichtung, und so manches mehr. Am besten gefiel mir jedoch das Rezept für Bohnäkärn und Hefäklöäss am Rand des Artikels.

Aus der Zeitung zitiert:

Bohnäkärn: 400 gr. gedörrte roada Bohnä (ideal wärn Feuerbohnen) im abgekochdn kaltn Wasser übä Nacht eiwäch, dann etwa 20 Minutn im Dampftopf midd Bohnäkraud koch.

Midd Schweineschmalz ä dunkle Eibrönn herstell, midd äweng Knoblauch, Essich, än Schuss Franggawei, Salz, Pfeffer, unn ä Prisn Zucker würz.

Hefäklöäss: 500 gr. Mehl, 1 Hefe, 1/4 L warme Milch, äweng Zucker, Salz, 2 Eier und 100 gr. Butter. Aus dä Zutatn än Hefädäch herstell unn 30 Minutn zugedeckt an än warma Ort stell. In Salzwasser 20 Minutn zieh lass – ja nidd den Deckel aufmach!!!

Dazu isst mä Sauerkraud unn gärächds Flääsch. Ä gsechnedä Moahlzeid wünsch mä.

 (Rezept verfasst von Sabine Böhm, „Äs Madenhäusle“)

Äs Madenhäusle auf Facebook

Danke, Birgit, hat sich somit erledigt. Jetzt schicke ich es Dir zu.

Gekocht und Zugenäht!

Freitag, 30. Dezember 2011

Gestern abend war es soweit. Aus Hessen bin ich angereist um in Schweinfurt in der Küche des Revista Verlags etwas Fränkisches zu kochen. Wir haben Krautspudel gemacht und gleichzeitig das ganze auf  schweinfurtundso aufgenommen.

Das Kochen hat Spaß gemacht, das Beisammensein war lustig und wie versprochen waren wir alle deppert und damisch nach dem Essen.

Fazit: Fleisch und Sauce waren gut, Sauerkraut war ein bisschen zu mild, der Hefekloss (doppelte Menge) hätte länger kochen müssen. Ging aber nicht, da er schon aus dem Topf rausquoll. Wir nannten ihn kurzerhand Heinz, da er seine eigene Form annahm (er sah aus wie eine blasse Torte).

Schweinfurtundso beim Kochen

Nichtsdestotrotz, morgen gibt es schon wieder Krautspudel bei meinem Bruder. Er hat sich das als Silvester Essen gewünscht. Morgen machen wir aber wieder eine halbe Bordion.

Der Podcast, eben bei schweinfurtundso online geschaut, steht noch nicht. Ob Florian Kohl und Alexander von Halem noch ausser Gefecht gesetzt sind…? Wahrscheinlich machen sie nur eine Krautspudel-Pause. Wohlverdient, wohlgemerkt.

Vielen Dank für die Schürze, Jungs! Ich hatte in meinem bisherigen Leben weder je eine getragen, noch je eine besessen!