Mit ‘Dialekt’ getaggte Artikel

Garantiert Wechselhaft – ein Buch mit Fränkischem Flair

Mittwoch, 24. September 2014

Eine Freundin hatte mir folgendes Buch mit der besten Unterhaltungsempfehlung zugeschickt. Und dem war auch so. Da sich die Geschichte von zwei weiblichen Berliner Neuzugängen in einem Dorf in der Fränkischen Schweiz abspielt, entwickelt sie sich als recht bunt.

Das Buch ist in Deutsch geschrieben, die waschechten Dialoge natürlich auf Fränkisch, womit der Lokalkolorit dem Buch seine besondere Note gibt. Ein bisschen mächtig sollte man dem fränkischen Dialekt schon sein. Oder wenigstens ä boar Frangen kennen. Oddä nei heier.

Hinweis: das Buch ist auch für romantisch-angehauchte Leser geschrieben, da es neben lustigen Ereignissen auch einiges an Liebe und Phantasie gibt , u.a. „…der schärfste Schreiner, seit es Holz gibt“.

Das Buch hatte ich in knapp fünf Tagen gelesen. Tolle Unterhaltung und ich freu‘ mich schon auf die Fortsetzung im Oktober! Das nächste Buch heißt Überwiegend Fabelhaft.

Fränkisch ist wie Latein

Freitag, 12. September 2014
Auch wenn wir Franken mit unserem Dialekt im nichtfränkischen Teil Deutschlands beschmunzelt werden, dann seid euch dessen gewiss.

Schweinfurter Dialekt und Wörterbuch

Mittwoch, 28. Mai 2014

Wer einen Umzug nach Schweinfurt oder Umgebung plant sollte sich dieses kleine Wörterbuch vorher mal anschauen. Wennst nämlich dann nix verstehst, dann gucksdä wie ä Ächele, wenn’s blitzt.

Schnell zu öffnen, kostenlos und in alphabetischer Reihenfolge.

Sogar das P steht an der richtigen Stelle. 🙂

Hier geht es zum Link: http://www.schweinfurtfuehrer.de/wörterbuch-schweinfurterisch/

Viel Spaß beim Lesen!

 

Fränkisch ist gar ned so schwer!

Freitag, 22. November 2013

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Fränkisch is gar net so schwer.

Von Würzburg bis Schweinfurt und weiter Mainauf,

da schnappt mer manch fränkischen Sprachbrocken auf.

Drum mach mer die Fremden, die kommen ins Land

mit einigen unserer Ausdrück bekannt.

Den Dialekt woll mer erklär,

– ja, Fränkisch is gar net so schwer!

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Hoos sen Hasen und e Ramml is geschert.

Göllbollern nennt mer die Äpfel vom Pferd.

Der Mann is e Moo und e Fraa is e Frau.

Es Schaf is e Bätzer und’s Schwein is e Sau.

Wenn’s riecht, heißt’s: Der stinkt wie ein Bär,

– ja, Fränkisch is gar net so schwer!

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Heist und Deist sagt für Hier und dort.

Grack, das heißt Krähe und Abtritt Abort.

Die Strotz’n und Sudd’n ist’s Wasser vom Vieh.

Ich hab ein Ei übrig, I ho e Ä ü.

Ein Prügel, das ist ein Gewehr,

– ja, Fränkisch is gar net so schwer!

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Spucke is Schbätzn und Schade is schood.

Salatkopf, des is e gross Hädla Zerloot.

Und Hundsfotzn heißt halt: Des bilds’t Du Dir ei.

E Meebrunzer kann bloß e Schweiferter sei.

Des stimmt fei, da könnt ich drauf schwör,

– ja, Fränkisch is gar net so schwer!

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E Brödla is e Weck, und der Main is der Mee.

Schnüdl, so nennt mer bei uns den FC.

E sehr schlanke Frau is e ganz dürre Gäß,

Motorrad häßt Pfutzer und Arsch es es Gsäß.

E Nächla häßt die Maß is leer,

– ja Fränkisch is gar net so schwer!

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Hädla Salod

Fränkisch für Fortgeschrittene

Montag, 12. August 2013

Ich war schon länger nicht mehr hier auf meinem Blog. Die letzten Monate war ich viel unterwegs, u.a. auf einer Sri Lanka Hochzeit im Mai in London, dann drei Tage im Juni in Nottingham, wo unser Sohn jetzt wohnt.

Im Juli war ich auf einer koreanischen Hochzeit in Canada. Letzte Woche hatten wir Gäste hier aus Paris und Seoul. In drei Wochen bin ich schon wieder einen Tag in London.

Das bisschen Inspiration, das ich mir für Franken und Fränkisch holen konnte, war vorletztes Wochenende in Franken. Das fängt schon mal beim Biertrinken an.

Da ich mittlerweile nur noch Prost! (oder auch Santé! Cheers! und Geon-bae!) höre, kommt es doch als kleine Überraschung  „Schüdd’s nei!“ von einem Franken zu hören.

Ich war abbä auch brav und hab’s nei’geschüdd.

Bier aus Franken

Bier aus Franken

Dann geht es weiter beim Kleckern. Da hörte ich, „Du hast scho widder g’säut!“ Das musste ich dann für meine internationale Familie erklären. Das Verb säuen bedeutet: sich oder etwas beschmutzen. Ist auch ein schwaches Verb, also der Vokal bleibt in der Vergangenheitsform gleich:

säuen – säute – gesäut

In Halifax/Kanada (so weit musste ich reisen um Fränkisch zu hören) hörte ich am Flughafen einen Ehemann seine Frau fragen, „Was brässierd denn so?“ Übersetzungshilfe war wieder angesagt: pressieren bedeutet sich beeilen.  Das hatte ich seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr gehört. Das letzte Mal war’s von der Mutter.

Unner Dialekt wird nedd verkäfft! Käffen (Dt: kaufen) ist übrigens auch ein schwaches Verb. Wen’s interessiert.