Mit ‘Friedrich’ getaggte Artikel

Kindertotenlieder

Samstag, 21. Januar 2012

Abartiger Titel nicht wahr? Er passt zu Mord, was sonst? Der Titel stammt aus der Feder von Friedrich Rückert, einem Sohn Unterfrankens, der mit seiner Klage auch damit den Titel für einen Schweinfurter Kriminalroman lieferte. Natürlich kommt darin auch das Rückert Denkmal vor, bekannte Straßen, viel Schweinfurter Witz und alles was man halt eben für einen guten Krimi braucht.

Das Buch ist teilweise sehr witzig im Vergleich zu Rückerts Klage:

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage
Find ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Das Buch ist erhältlich in fast allen Buchhandlungen und natürlich auch zum Bestellen über Amazon.de:Kindertotenlieder: Schweinfurter Kriminalroman 1

Ich werd’ mir gleich bei Amazon enns käff.

 

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Philosophie aus Franken

Montag, 16. Januar 2012

Von nur-zitate kam heute folgendes:

Manche Leute werden hauptsächlich deshalb für gebildet gehalten, weil ihnen das wenige, was sie wissen, im richtigen Augenblick einfällt.

- Friedrich Julius Stahl (Jolson) -

War ein deutscher Rechtsphilosoph, Jurist, Kronsyndikus und Politiker. Geboren 16.01.1802 in Würzburg,  gestorben 10.08.1861 in Bad Brückenau.

Somit beginnt eine neue Reihe von fränkischen philosophischen Eindrücken. Da ich täglich ein Zitat zugeschickt bekomme, werde ich die Verfasser herauslesen, die entweder in Franken geboren und/oder verstorben sind.

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Franken und Schwabenvorrecht

Dienstag, 23. August 2011

Friedrich Rückert, Dichter aus Schweinfurt, über seine Beziehung zur Vernunft und den Schwaben (a.k.a. Beute Schwaben).

Das Schwabenalter

Als ich ins Schwabenalter
eintrat mit vierzig Jahren,
Wo der Verstand den Schwaben
soll kommen nach dem Sprichwort;
Hofft’ ich, er sollte kommen
mir auch; wer aber nicht kam,
war der Verstand. Ich fragte:
Warum zur anberaumten
Frist bist du nicht gekommen?
Er sprach: Ei, Unverständ’ger,
Darfst du aufs Schwabenvorrecht
Anspruch als Franke machen?
So mußt’ ich mich gedulden,
Zehn Jahr noch mich begnügend
Mit meinem Unverstande,
bis an der Funfziger Grenze.
Nun hoff’ ich, der Verstand wird
verständig g’nug sein endlich,
um auch zu mir zu kommen.
Ich denk’ es ihm verständlich
zu machen, daß es schändlich
und Unrecht wär’ unendlich,
Sollt’ ich als Franke längern
Vorsprung den Schwaben lassen.

Friedrich Rückert, 1788-1866

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