Mit ‘Silvester’ getaggte Artikel

Eierring an Silvester

Freitag, 06. Januar 2017

Bei meiner Schwester in Unterfranken gibt es noch den üblichen Eierring an Silvester. Meine Mutter machte dazu meist noch Punsch am Silvesterabend.

Dieser Eierring hier wurde schon zur Hälfte an Silvester verspeist, und wir haben den Rest mit der Familie an Neujahr gegessen. Er hat € 14 gekostet und war gut.

Bei uns im Frankenland sind Eiringe ein traditionelles Gebäck, das man am Neujahrsmorgen mit dem ersten Kaffee genießt. Es gibt sie auch schon Tage vor Silvester bei einigen Bäckern, und viele werden auch vorbestellt. Die Form des Eierrings steht für den Kreislauf des Lebens, und mit jedem Neujahr ein neuer Kreislauf beginnt.

Eierring an Silvester

Diese Art von Gebäck gehört zu den sogenannten Gebildbroten.

Auf Fränkisch sächd mer ah ‚Eiring‘.

 

Einen Guten Beschluss!

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Hier in Hessen sagt man eigentlich nur ‚Einen guten Rutsch!‘ an solchen Tagen. Somit ist ‚Einen guten Beschluss!‘  zu wünschen dann doch etwas Fränkisches?

Jedenfalls, ich wünsche euch hiermit allen einen guten Beschluss und bleibt anständig.

Glücksbringer

Ä boar Fliechenbilz, einiche Marienkäfer und enn Haufen Säulich bringen euch das Glück fürs kommende Joar!

Guten Beschluss!

Montag, 30. Dezember 2013

Hier möchte ich mich mit einem kleinen Gruß zum alten Jahr verabschieden.

Nicht, dass ich total von der Bildfläche verschwinde. Meine Beiträge zwar sind weniger geworden, da ich anderweitig mehr zu tun habe, aber trotzdem werde ich euch erhalten bleiben.

Glücksklee WM

Wen’s interessiert – hier ein paar Zahlen zum Jahresende.

Die tägliche Besucherzahl liegt im Schnitt bei 192. Die meisten Besucher kommen aus Deutschland. Im Monat Dezember war der meistaufgerufene Beitrag: Knöchli Fränkischer Art und die meisten Besucher kommen über den Suchbegriff Fränkische Schimpfwörter zu mir.

Wer von Euch nach Krautspudel sucht wird mich auch als Köchin im Revista Verlag bei Google an erster Stelle finden.

Also dann, einen guten Beschluss (oder auch guten Rutsch!) ins neue Jahr!

 

Fränkischer Spruch zu Neujahr

Samstag, 31. Dezember 2011

Schon seit einer Woche spukte dieser Spruch – in halber Form – in meinem Kopf herum.

Die ersten Wörter fehlten in meiner Gedächtnisbank und  so befragte ich Familienmitglieder, Freunde und das Internet.

Heute bin ich zu den Nachbarn (Bauersleud) und die haben es natürlich gewusst.

Prost Neujahr, des Geld iss goar!

Übersetzungshilfe: goar = gar (gekocht); Aus meiner Sicht bedeutet dies, dass das Geld uns im neuen Jahr schon erwartet. Mein Vater sagte diesen Spruch immer im positiven Sinne.

Die Moral von der Geschicht‘: Das Internet weiß doch nicht alles.

Kraut, Bier und Silvester

Dienstag, 27. Dezember 2011

Am kommenden Donnerstag (29.Dez 2011) koche ich zum ersten Mal fürs Internet, meinem neuen gläsernen Freund. Was ich koche, verrate ich momentan noch nicht. Falls es nichts wird, dann habe ich immer noch die Gelegenheit das ganze Gericht umzubenennen, wie z.B. in etwas Französisches, dass vielleicht keiner kennt.

Gekocht und gegessen wird mit Florian Kohl und Alexander von Halem. Anhören kann man sich das ganze dann auf Schweinfurtundso. Bis jetzt hatte ich immer nur für ganz normale Leute gekocht wie meine Familie und Freunde. Nun ja, so ganz normal sind die wiederum auch nicht.

Momentan kümmere ich mich um die Zutaten (wer bringt was mit), großer Topf und Pfanne werden eingepackt, nichts soll vergessen werden. Ich kenne das Inventar der Küche des Schweinfurter Revista Verlags (Tatort) nicht und nach guter alter deutscher Manier pack ich somit lieber auch ein bisschen mehr ein.

Der Kasten Göller Bier, den ich im Herbst bei Bier aus Franken auf Facebook gewonnen hatte und in Franken gelassen hatte, kommt jetzt auch endlich zum Einsatz, d.h. wenn mein Bruder, der Hüter des Bieres, ihn noch nicht geleert hat.

Somit war ich eben im Supermarkt und habe noch ein paar Sachen eingekauft. Ich versuche meist soviel wie möglich an fränkischen Lebensmitteln einzukaufen, aber bei dem heutigen Krauteinkauf ging das ein bisschen daneben. Ein Fremdgänger aus Niederbayern hat sich eingeschlichen.

Nun ja, wir haben alles was wir für einen guten Jahresabschluss brauchen – Bier und Sauerkraut.

Aus deutschen Landen: Sauerkraut

Warum manche Franken gegen Jahresende Sauerkraut essen?

Sauerkraut (u.a. auch Linsen und Erbsen) soll für Wohlstand sorgen. Das Sauerkraut symbolisiert Silber und verspricht Hoffnung auf ein erfolgreiches Jahr. Dieser alte Aberglaube bezüglich Sauerkraut essen verspricht, dass das Neue Jahr so wird wie das alte Jahr endet. Deswegen gab es bei uns zuhause Sauerkraut an Silvester und auch gleich wieder an Neujahr.

Auch unser edles Sauerkraut,
Wir sollen’s nicht vergessen;
Ein Deutscher hat’s zuerst gebaut,
Drum ist’s ein deutsches Essen.

Ludwig Uhland (1787-1862), Metzelsuppenlied