Mit ‘Mundart’ getaggte Artikel

Schweinfurt – eine Interpretation zum Ursprung des Namens

Freitag, 30. August 2013

Ein Heimatdichter reimte folgende Interpretation:

„Der Name Schweinfurt stammt genau
der Chronik nach vonera Sau,
Un’ „furt“, dos stammt vom seicht’n Mee,
da sen’ die Säu nü groß un’ klee.“

Faule Sau in Franken

Für Dialektforscher sind Heimatgedichte ein guter Weg, um die Spracheigenheiten einer Region festzuhalten.

Das Unterfränkische Dialektinstitut in Würzburg weiß dazu mehr.

Als junger Mensch hatte ich mich immer gewundert warum neue Freunde, die ich außerhalb Schweinfurts kennenlernte, immer gern schmunzelten wenn sie Schweinfurt hörten… heute höre ich es auch mit anderen Ohren. Aber liebevoll.

Mundartwochen bei der Bahn

Mittwoch, 06. März 2013

Die Mundartwochen Aktion läuft wieder bei der Bahn.

Fränkisch hat momentan 390 Stimmen (meine mitreingerechnet) und liegt auf Platz 5, nach Sächsisch und Schwäbisch.

Wollen wir das zulassen? Nein, sage ich. Also stimmt kräftig ab für Frängisch und leitet es bitte weiter. Die Aktion dauert nur noch 15 Tage!

Hier geht’s zur Abstimmung bei der Bahn.mundartwochen.

Mundart zu Weihnachten

Montag, 19. November 2012

Die Christbaumspitz, Fränkische Mundart, a Gschicht vo daham

Dös is fei wahr und is ka Witz
Die G’schicht fo unsrä Christbaumspitz.
Dös war a schene Spitz jawull
Fo auß’n silbri und inna hull
Drum hot mei Frau g’sagt „Gouder Fritz
Gib mä fei obacht auf die Christbaumspitz!“

Und i hob grod den christbam putzt
Und hät mi werkli bold dahutzt
Und wals pressiert hot do drum eben
Lang i mit meiner Händ‘ danebn.
Der Mensch macht monchmal sella Schnitz – Am Bud’n liegt die Christbaumspitz.

Die Frau die wor grad net zur Stell
Drum hob i denkt, et’s handelst schnell
Die Hinterseid’n war lädiert
Drum hob is g’scheit mit Leim o’gschmiert
Hob’s wieder naufpappt auf ihr’n Sitz
Gleich hie am Bam die Christbaumspitz.
Wer’s g’wußt hätt, der hätt’s deutli g’sehn,
doch i hob gonix g’sacht desweng.

Doch bei der B’scherung – des war dumm
Mir stena under’m Christbaum rum
Und weii mei Frau singt“Einsam wacht“,
dou hat’s auf amal komisch kracht.
I merk, weii i ganz plötzli schwitz,
am Bod’n liegt die Christbaumspitz.

I hob blous mit die Achseln zuckt
Und hob an maner Krawatt’n krukt
Und hob g’sagt
„Dou is schould blous dei unheimlich Singerei,
die kräftig Tön, die ham’s zahout,
Warum bläckst’n immer a su laut?
Du schnulzt ja viel zu viel Lakritz,
siegst, et’s is hie, die Christbaumspitz“.

In Werglikeit is anders g’west,
der Leim der hat sie langsam g’lest
und hat halt nimmer a su pappt,
drum hot die Spitz sich g’lockert g’habt
und schuld dro war die Aff’nhitz
und i mit meiner Christbaumspitz.

Werbung mit weichem D

Montag, 30. Juli 2012

Man sagt Beudel im Fränkischen und so schreibt man es dann auch. Mehr Lesen hätte wahrscheinlich dagegen geholfen.

Werbung auf Fränkisch

Reim aus Schweinfurt

Donnerstag, 18. August 2011

Mal wieder etwas unterfränkische Mundart:

Am Fischerrain am Eck
da wohnt der Lohmanns Bäck,
der streckt sein Orsch zum Fenster ’naus
und sacht des is mei‘ Weck.
Da komma die Leut‘ gelaufen und woll’n des Weckla kaufen.
Da sacht der Lohmanns Bäck – mei Orsch is doch ke Weck!