Mit ‘fränkische’ getaggte Artikel

Fränkische Erfindungen, die um die Welt gingen

Samstag, 02. Februar 2013

Ich habe gerade mal wieder das Buch Eine Technik zum Produzieren von Ideen von James Webb Young gelesen. Diese Sonderausgabe in englisch und deutsch, gedruckt in 1983, hatte nur eine Auflage von 1500. Und sie ist Gold wert.

Nun ja, ich habe zwar immer noch keine Erfindung gemacht, bin aber für alles aufgeschlossen. Und um mir etwas Mut zu machen suchte ich nach Franken vor uns, die etwas wirklich Nützliches erfunden hatten.

Meine Liste:

  • Martin Behaim (1459–1507), Kaufmann und Erfinder des ersten Globus, geboren in Nürnberg
  • Peter Henlein (1479/80–1542), Schlossermeister und Erfinder der Taschenuhr, geboren in Nürnberg
  • Levi Strauss (1829–1902), Textilindustrieller, Erfinder der Jeans, geboren in Buttenheim (Oberfranken)
  • Ernst Sachs (1867–1932), Erfinder der Rücktrittbremse am Fahrrad, gestorben in Schweinfurt
  • Hans Vogt (1890–1979), Ingenieur, gilt als der Erfinder des Lichttonverfahrens, geboren in Rehau (Oberfranken)

Erkenntnis: Zum Erfinden braucht man eigentlich nur zwei schon bestehende Komponenten, die man in einer Komposition neu zusammenfügt.

Bei Interesse, hier geht’s zum Patent-Report für Bayern 2011.

Wirsing hausgemacht

Sonntag, 14. Oktober 2012

Mein Mann plagte mich seit einiger Zeit einmal hausgemachten Wirsing zu machen. Dann kam der Riesenschritt mit dem ersten Kauf eines Wirsings.

Als nächstes habe ich die elende Verwandschaft in Franken angeschrieben um ein gutes Rezept zu bekommen. OK, ich hätte auch die Internet Suchmaschine benutzen können, aber das wollte ich diesmal nicht. Crowdsourcing macht mehr Spaß.

Anleitung:

* Wirsching (so stand es geschrieben!) putzen und waschen

* in kochendes Wasser und 1/2 Teelöffel Natrium

* 30 Minuten kochen ohne Deckel

* abseihen und durch Fleischwolf, oder mit Pürierstab

* Mehlschwitze machen und mit Wasser aufgießen
* Wirsching rein und mit Brühe aufgießen

* mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken

 

 

Trachtenfest im fränkischen Sennfeld

Sonntag, 12. August 2012

Das Trachtenfest Sennfeld hatte wahre Kostbarkeiten aufzubieten.

Das 90-jährige Gründungsfest des Volkstrachtenerhaltungsvereins Die Semflder, verbunden mit den fünften Unterfränkischen Heimatkulturtagen und dem vierten Gautrachtenfest des Trachtenverbandes Unterfranken wurde Anfang Juli gefeiert.

Drei Daach lang hamm se gfeierd.

Ich habe seit einer Woche (wir waren auf Entrümpelungsaktion in Franken) auch eine fränkische Tracht bei mir zuhause. Allerdings muss ich sie mit alten Bildern vergleichen um zu sehen ob es die meiner Mutter oder Oma war.

 

Rezept für Bohnenkern mit Hefeklössen

Donnerstag, 05. Januar 2012

Vor etlichen Jahren (über zwanzig sind es schon her) hatte ich bei der Mutter einer Freundin in Schweinfurt Bohnenkern‘ mit Hefeklössen gegessen. Das Gericht war unvergesslich!

Seit drei Jahren warte ich auf das Rezept der Freundin, die sich gleich nach dem Bohnenkern Essen aus dem Staub gemacht hat und seitdem in Kalifornien wohnt.

Am letzten Wochenende drückte mir meine Nichte einen Zeitungsartikel des Schweinfurter Tagblatts vom 06. Dezember 2011 in die Hand. In dem Artikel Wenn die Schöpfkelle von Hand zu Hand geht ging es um das fränkische Wirtshaus Madenhäusle im Üchtelhausener Ortsteil Madenhausen (wir kommen der Sache schon näher…)

Es war ein sehr schöner Bericht über die Speisekarte, die Inneneinrichtung, und so manches mehr. Am besten gefiel mir jedoch das Rezept für Bohnäkärn und Hefäklöäss am Rand des Artikels.

Aus der Zeitung zitiert:

Bohnäkärn: 400 gr. gedörrte roada Bohnä (ideal wärn Feuerbohnen) im abgekochdn kaltn Wasser übä Nacht eiwäch, dann etwa 20 Minutn im Dampftopf midd Bohnäkraud koch.

Midd Schweineschmalz ä dunkle Eibrönn herstell, midd äweng Knoblauch, Essich, än Schuss Franggawei, Salz, Pfeffer, unn ä Prisn Zucker würz.

Hefäklöäss: 500 gr. Mehl, 1 Hefe, 1/4 L warme Milch, äweng Zucker, Salz, 2 Eier und 100 gr. Butter. Aus dä Zutatn än Hefädäch herstell unn 30 Minutn zugedeckt an än warma Ort stell. In Salzwasser 20 Minutn zieh lass – ja nidd den Deckel aufmach!!!

Dazu isst mä Sauerkraud unn gärächds Flääsch. Ä gsechnedä Moahlzeid wünsch mä.

 (Rezept verfasst von Sabine Böhm, „Äs Madenhäusle“)

Äs Madenhäusle auf Facebook

Danke, Birgit, hat sich somit erledigt. Jetzt schicke ich es Dir zu.

Gekocht und Zugenäht!

Freitag, 30. Dezember 2011

Gestern abend war es soweit. Aus Hessen bin ich angereist um in Schweinfurt in der Küche des Revista Verlags etwas Fränkisches zu kochen. Wir haben Krautspudel gemacht und gleichzeitig das ganze auf  schweinfurtundso aufgenommen.

Das Kochen hat Spaß gemacht, das Beisammensein war lustig und wie versprochen waren wir alle deppert und damisch nach dem Essen.

Fazit: Fleisch und Sauce waren gut, Sauerkraut war ein bisschen zu mild, der Hefekloss (doppelte Menge) hätte länger kochen müssen. Ging aber nicht, da er schon aus dem Topf rausquoll. Wir nannten ihn kurzerhand Heinz, da er seine eigene Form annahm (er sah aus wie eine blasse Torte).

Schweinfurtundso beim Kochen

Nichtsdestotrotz, morgen gibt es schon wieder Krautspudel bei meinem Bruder. Er hat sich das als Silvester Essen gewünscht. Morgen machen wir aber wieder eine halbe Bordion.

Der Podcast, eben bei schweinfurtundso online geschaut, steht noch nicht. Ob Florian Kohl und Alexander von Halem noch ausser Gefecht gesetzt sind…? Wahrscheinlich machen sie nur eine Krautspudel-Pause. Wohlverdient, wohlgemerkt.

Vielen Dank für die Schürze, Jungs! Ich hatte in meinem bisherigen Leben weder je eine getragen, noch je eine besessen!