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Fränkisches Essen mit Übersetzung – Teil 1

Donnerstag, 06. November 2014

Wenn wir nach Franken fahren und dort auswärts essen, kommt es ab und zu mal vor, dass ich für meine Familie ein Gericht übersetzen, erklären oder verdeutschen muss.

Manches ist einfach unbekannt, manche haben einen anderen Namen, einige gibt es nur in Franken, und manches wird noch fränkisch geschrieben. Essen in Franken ist oft Neuland für Besucher und Nei’gschmeckde.

Fangen wir mal an:

*Schlachtschüssel

deutsch: Schlachtplatte

Dafür ist die Schweinfurter Schlachtschüssel berühmt. Mehr Interessantes darüber auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinfurter_Schlachtschüssel

*Schnickerli

(Mittelfranken: Kuddeln, Kutteln, Kuttelfleck, Kuddla)

Das ist frischer Rinderpansen (Vormagen des Rindes)

*Leiterli/Leiterle

deutsch: Schälrippchen, Schweinerippchen

*Meefischlich

deutsch: Mainfischchen

Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Meefischli

*Bohnerkern mit Mehlklöss und Bauchfläsch

Bohnenkerne mit Mehlklössen und Bauchfleisch

 — bald geht’s weiter mit Teil 2 –

Wort des Tages: Pfopferle

Samstag, 13. September 2014

„Und dann gibt’s noch das Wort Pfopferle – das ist dann z. B. ein Mofa.“

Dieser Beitrag stammt von Gabi T., gelesen auf Fränkisch für  Ausländer auf Facebook.

Sogar als Fränkin hab ich ä weng Schwierichkeiden mit der underschiedlichen Aussbraach von Pfopferle (Mofa) und Pfopferer (Nervdöder).

Zungenbrecher:

Demm sei Pfopferle iss a echdä Pfopferer.

Jedzerd sach des drei Moll schnell hindernanner. 🙂

 

Ich bin ein Frankenkind

Samstag, 07. Juni 2014

I bin a richtis Franknkind

Und will nix annersch sei –

Und wenn i hunnert Joahr alt war,

na will is hunnert blei.

I ho en Steigerwald sou garn,

en Wengert und n Mee –

i kann mi ohna dia nit denk,

die sen mei Fräd allee.

I ho mer scha mei Platzla gsücht,

da its sou still bei Tog,

a Träublstöckla it scha dort,

und nam drou löäfft a Boch.

A Lindabamla it a dort,

des blüaht bis dortn schöä,

na lieg i drunt und trem in Tal

von Steigerwald und Mee.

Und wenns mit mir zu End gäh will,

na sog i wia als Bua:

„Begrobt mit nou dan Eckala,

dort kann i racht schöä ruah.“

— Nikolaus Fey —

 http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Fey

Wipfeld am Main

Wipfeld am Main

Soschel Midia für Franken

Dienstag, 13. Mai 2014

Auf Facebook habe ich zwei Seiten, einmal Beutebayern und seit neuestem auch noch Fränkisch für Ausländer. Die letztere hatte ich mit Kamil, Heinos Social Media Manager, moderiert, bis er sie ganz an mich abtrat.

Jetzt habb ich den Zolod.

Spaß beiseite. Neh, eigentlich, rück näher:-). Dess säh dann aus wie ä Bariser Dango.
Hier ist mal ein Sprichwort von mir. Vo‘ mir ganz allenz gschriebn.

Und wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann einfach auf den Spruch klicken. Der Klick führt euch direkt zur Seite.

Fränkisch für Fortgeschrittene

Montag, 12. August 2013

Ich war schon länger nicht mehr hier auf meinem Blog. Die letzten Monate war ich viel unterwegs, u.a. auf einer Sri Lanka Hochzeit im Mai in London, dann drei Tage im Juni in Nottingham, wo unser Sohn jetzt wohnt.

Im Juli war ich auf einer koreanischen Hochzeit in Canada. Letzte Woche hatten wir Gäste hier aus Paris und Seoul. In drei Wochen bin ich schon wieder einen Tag in London.

Das bisschen Inspiration, das ich mir für Franken und Fränkisch holen konnte, war vorletztes Wochenende in Franken. Das fängt schon mal beim Biertrinken an.

Da ich mittlerweile nur noch Prost! (oder auch Santé! Cheers! und Geon-bae!) höre, kommt es doch als kleine Überraschung  „Schüdd’s nei!“ von einem Franken zu hören.

Ich war abbä auch brav und hab’s nei’geschüdd.

Bier aus Franken

Bier aus Franken

Dann geht es weiter beim Kleckern. Da hörte ich, „Du hast scho widder g’säut!“ Das musste ich dann für meine internationale Familie erklären. Das Verb säuen bedeutet: sich oder etwas beschmutzen. Ist auch ein schwaches Verb, also der Vokal bleibt in der Vergangenheitsform gleich:

säuen – säute – gesäut

In Halifax/Kanada (so weit musste ich reisen um Fränkisch zu hören) hörte ich am Flughafen einen Ehemann seine Frau fragen, „Was brässierd denn so?“ Übersetzungshilfe war wieder angesagt: pressieren bedeutet sich beeilen.  Das hatte ich seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr gehört. Das letzte Mal war’s von der Mutter.

Unner Dialekt wird nedd verkäfft! Käffen (Dt: kaufen) ist übrigens auch ein schwaches Verb. Wen’s interessiert.