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Archiv für September 2010
Samstag, 25. September 2010
Eine meiner Schwestern lässt sich immer gerne mit Howard Carpendale fotografieren und die andere wollte schon immer mal ins Fernsehen. Wie oft hat die Mutter uns gesagt: Blamiert uns ned!, aber keiner hat darauf gehört.
Jedenfalls hat sich dann meine Schwester gleich bis zum Kinofilm durchgeschlagen. Oder auch, sie hat eine Komparsenrolle im Film Bis auf’s Blut bekommen und somit kann man sie (meine Schwester) und ihn (den Film) jetzt im Kino bewundern.
Der Film hat einige Preise bekommen und ist am 23. September 2010 in Würzburg im Cinemaxx oder auch hier bei uns in Frankfurt angelaufen.
Mehr darüber wie das überhaupt zustande kam - Eheberatung von Simone Thomalla: Die Schweinfurterin Theresa Flierenbaum spielt im Film “Bis auf´s Blut” eine Komparsenrolle oder auch unter Mohr Stadtillu Schweinfurt (unten auf Bild Seite 8/9 klicken)
 Regisseur Oliver Kienle und Schwester
Schaut Euch den Film mal an – es könnte der nächste Hit sein.
Anmerkung: Er läuft in folgenden Städten – Ahaus, Bad Oeynhausen, Bamberg, Berlin, Bochum, Bremen, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Erlangen, Essen, Fulda, Gronau, Hamburg, Kassel, Köln, Mannheim, München, Nürnberg, Osnabrück, Rheine, Saarbrücken, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Wuppertal, Würzburg … nur nicht in Frankfurt.
Gedreht wurde er in Würzburg… wie als auch Die 3 Musketiere mit Orlando Bloom und Christoph Walz (mit Drehplatz Residenz, Mainbrücke und Festung).
Würzburg ist als Filmstadt im Kommen.
Tags:Bis auf's Blut, Kinofilm, Komparse, Schweinfurt, Simone Thomalla Abgelegt in Allgemein | Keine Kommentare »
Freitag, 24. September 2010
Oder was passiert wenn eine Stiftung stiften geht…
Meine Erzählung über die Stiftung an das Hambacher Heimatmuseum hat immer noch kein Ende in Aussicht. Am 14. September hatte man mir telefonisch versprochen eine schriftliche Bestätigung über den Erhalt des Schranks – nicht über den momentanen Verbleib – zukommen zu lassen.
Das war vor 10 Tagen und nachdem sich das Versäumnis schon vorher über vier Wochen hinzog, erwartete ich ein schnelleres Entgegenkommen nach meinem Anruf.
Wenn ich auf dem freien Markt genauso wirtschaften würde, hätte ich kaum Aufträge. Aber Ämter müssen sich halt Zeit lassen – das muss alles gut durchdacht, aufgesetzt, getippt und gestempelt werden.
Über e-bay hätte ich den Schrank wahrscheinlich schneller verkauft – da müssen Käufer und Verkäufer schnell reagieren.
Auf der anderen Seite hätte ich nichts darüber berichten können, wenn alles normal verlaufen wäre. Da hätte ich das Schreiben/Empfangsbestätigung schon längst abgeheftet und das Ganze schon somit vergessen. Nun ja, in Hammich ist doch immer was los und irgendwie wird das alles nur noch mysteriöser für mich.
Was wohl hinter diesem großen Schweigen stecken wird? Hier gibt es einige Optionen: plötzliche Krankheit der Sachbearbeiterin, fränkische Sturheit, plötzliches Verschwinden des Schranks, kein Papier mit Briefkopf zur Hand, keiner weiss wie man ein solches Schreiben aufsetzt, der Bürgermeister ist nicht für die Unterschrift zu erreichen, das Geld für eine Briefmarke fehlt, oder die Anschrift ist verloren gegangen. Oder man hält es einfach nicht für nötig.
Ich werde mich in fränkischer Geduld üben und verweise zur Bedeutung von stiften gehen:
[GfdS] Die Wendung stiften gehen ist noch nicht geklärt. Das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Kluge/Mitzka/Seebold (23. Auflage, 1995) will sie auf mittelhochdeutsch stieben (Staub aufwirbeln/auf der Flucht) zurückführen und verweist auf die Soldatensprache seit 1900; anderswo wird sie als unerklärt verzeichnet. Mehr hier: GfdS
Meine persönliche Vermutung zur Redewendung von stiften gehen: Schuhe wurden schon immer mit Stiften genagelt, die heute durch die Sohle verdeckt werden. Früher waren diese Holzstifte zu sehen und wurden somit abgelaufen.
Sah man jemanden weglaufen, so sah man seine Schuhstifte Spuren hinterlassen = stiften gegangen
Tags:Amt, Dittelbrunn, gehen, Hambach, Heimatmuseum, stiften, Stiftung Abgelegt in Franken heute | 2 Kommentare »
Freitag, 24. September 2010
Im Oktober 2010 gibt es in Franken zwei Weinfeste.
01. – 03. Volkach-Escherndorf, Escherndorfer Weinherbst
09. – 11. Alzenau-Hörstein, Hörsteiner Herbst
Des weiteren gibt es noch einige Veranstaltungen rund um den Wein:
09. Iphofen, Letzte Fuhre mit Federweißerausschank
16. Thüngersheim, Letzte Fuhre
23. – 24. Aschaffenburg, Churfrankenweinprobe
Viel Spaß und Prost!
Tags:Alzenau-Hörstein, Oktober 2010, Volkach-Escherndort, Weinfestkalender Abgelegt in Allgemein | Keine Kommentare »
Mittwoch, 15. September 2010
Seit Tagen versuche ich die Sachbearbeiterin für das Heimatmuseum zu erreichen. Entweder bekam ich das Belegtzeichen oder Ihr Rückruf wird aufgebaut. Diesbezüglich scheint es, dass in Franken alles ein bisschen länger dauert, denn die Telekom bastelt anscheinend immer noch an diesem Rückruf…
Jedoch heute fand das aufklärende Gespräch statt. Nach ausführlicher Vorstellung meiner Person und Stiftungsobjekt wurde das Objekt erstmal mit einer anderen Stiftung verwechselt, “Ach, sie meinen den Schrank von so und so….?”
Nein, den meine ich nicht, sondern den, der vom Anwesen (Adresse gegeben) am 17. August abgeholt wurde, ” Ach ja, der wurde vom Bauhof abgeholt!”
Nach dem ersten Schrecken meinerseits klärte sich auf, dass er aber nicht dort abgestellt wurde. Wo er steht wurde aber auch nicht erwähnt. Er steht aber noch nicht im Heimatmuseum, da sei klar.
Ich gab den Grund meines Telefonats an und gab meiner Verwunderung Ausdruck dadurch mit der Anmerkung, dass ich bis heute keine Empfangsbestätigung, keine Archivierungsnummer, Dankesschreiben, o.ä. bekommen hätte, “Ja, dann können wir Ihnen gerne ein paar Zeilen schreiben! Geben Sie mir doch bitte Ihre Adresse.”
Ich buchstabierte meinen Namen und fiel gleich wieder in die fränkische Sprachfalle.
“Ist das B wie in Baula?“, wurde ich gefragt. Nein, antwortete ich spontan. Mir wurde dann angeboten “B wie in Berta?“, was ich aber auch verneinte. Ich brauche dann immer zwei Sekunden um den analytischen Teil meines Grosshirns auszuschalten. Glaubt mir, eine Konversation in Japanisch fällt mir leichter.
Jedenfalls, mein Vorschlag war dann “P wie in Paul” (der sogar etwas Spucke auf dem Hörersprechteil hinterliess), worauf ihre Antwort war, “Ja, also doch B wie in Baula.” Amen.
Man notierte meinen Namen – mit B wie in Baula – und Adresse.
Ich hatte fast den Eindruck als würde ich nach einer Extrawurst fragen. Da gab es keine Entschuldigung für das Versäumnis, eher bekam ich das Gefühl, dass das nicht notwendig sei. Als Trost gab es wenigstens aber auch keinen fränkischen Anschiss (Solche Pförz!). Damit muss man heutzutage immer noch in Franken rechnen. Nett und unschuldig hat die Dame gewirkt – man war sich keiner Schuld bewusst.
Da die Öffnungszeiten des Museums unregelmässig sind, wurde angeboten mir telefonisch Bescheid zu geben wenn die Türen zum Heimatsmuseum offen wären. Das fand ich sehr zuvorkommend.
Es gibt anscheinend für das Heimatmuseum keine Archivierung oder wie mein Bruder recht hatte als er sagte, “Dess is’ der Gemee ned wichdich!”
Gschenkt ist gschenkt und Schwamm drüber.
Tags:Bürokratie, Dittelbrunn, Fränkisch, Gemeinde, Hambach, Heimatmuseum, Mangel, Stiftung Abgelegt in Allgemein | Keine Kommentare »
Sonntag, 12. September 2010
Am 05. August habe ich beim Hambacher Rathaus (Gemeinde Dittelbrunn in Unterfranken) angerufen und der verantwortlichen Person für das Hambacher Heimatmuseum ein Angebot gemacht – bei Gefallen würde ich dem Heimatmuseum einen alten Küchenschrank der vorletzten Jahrhundertwende überlassen.
Wir klärten den Standort der Besichtigung (auf dem Anwesen meines Bruders), ob es sich um eine permanente Leihgabe oder eine Stiftung handelt (Stiftung wurde notiert) und eine Kontakt-Telefonnummer wurde aufgenommen um einen Besichtungstermin festzulegen .
Am 16. August wurde der Schrank begutachtet und museumswürdig erklärt. Also holte man ihn am nächsten Tag ab.
Seit diesem Zeitpunkt habe ich nichts mehr von der Gemeinde gehört. Keine Empfangsbestätigung, kein Dankesschreiben, kein Zeugnis der Archivierung, nichts.
Bei meiner letzten Stiftung, z.B. an die Gemeinde Kahl am Main, kam ein persönliches Dankesschreiben und ein Buchgeschenk über die Gemeinde.
Bei einer weiteren Stiftung an die Gemeinde Friedrichsdorf erhob das gestiftete Bild, aufgenommen zur vorletzten Jahrhundertwende, soviel Interesse, dass es sogar einen Zeitungsartikel darüber gab.
Von Hambach gab es leider nicht einmal ein Lebenszeichen. Schade. Ich werde mich morgen mal telefonisch erkundigen müssen. Ich empfinde es jedoch als eine peinliche Angelegenheit, dass ich als Stifter hinterherfragen muss. Entweder man hat meine Daten nicht korrekt aufgenommen (ineffiziente Katalogisierung) oder Dankesschreiben entfallen der Hambacher Norm.
Morgen werde ich mehr wissen.
Tags:Archiv, Gemeinde Hambach, Heimatmuseum, Leihgabe, Stiftung Abgelegt in Allgemein | 3 Kommentare »
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